Rezension #neu

Von Roger.
Herzlichen Dank !

Die Tote von Saint-Loup.
Überrascht über die Qualität der Geschichte bin ich nicht im Geringsten, denn ich kenne die Autorin und deren wunderbaren Schreibstil.
Die Intensität der Erzählung, das Eintauchen in die kleine französische Ortschaft, die Einblicke in die menschlichen Irrwege, die Offenbarung der Abgründe des dramaturgischen Glücks versprechen viel. Aber seien wir ehrlich. Die Wirklichkeit ist oft viel langweiliger als die Blüten der menschlichen Fantasie. Und so gesehen sind die Vorgänge im ländlichen Saint-Loup gut lesbar und die gesellschaftlichen Abläufe der Menschen irgendwie sogar nachvollziehbar. Wer jetzt allerdings einen aktionsreichen Thriller erwartet, wird nach der letzten Seite enttäuscht das Buch weglegen. Geboten wird ein ruhiger Krimi, der aber nicht minder spannend ist, weil er die Verletzlichkeit der Einwohner und ihres Kommissars mit einbezieht und die Geschichten drum herum aufbaut. Das abrupte Ende kommt aber dann doch wieder überraschend und hinterlässt einen Leser, der mehr Geschichten dieses Kommissars Duclos lesen möchte, gerade weil er eben nicht perfekt ist und nicht den Superhelden markiert.
Wissen zerstört das Geheimnis. Es lebe die Fantasie.

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